Bildung auf Bestellung - an Ihrem Wunschtermin

20260519_105045 (c) Beschorner
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Datum:
Mo. 6. Juli 2026
Von:
Beschorner

Das dunkle Erbe des jahrhundertelangen christlichen Antijudaismus hat Spuren hinterlassen - auch in unseren Kirchen. Viele davon sind noch unentdeckt. Erst seit ein paar Jahren steigt die Sensibilität für antijüdische Darstellungen in Kirchen und die Bereitschaft von Gemeinden und Einrichtungen, sich mit den kunstgeschichtlichen Zeugen christlicher Judenfeindlichkeit bei ihnen vor Ort auseinanderzusetzen.
Im März 2025 haben die katholischen Bistümer und evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen unter dem Titel „… und jetzt? Leitlinien zum Umgang mit antijüdischen Bildwerken an und in Kirchenräumen“* veröffentlicht. Darin heißt es: „Wir werden uns zunehmend bewusst, dass der christliche Antijudaismus dem modernen Antisemitismus einen fruchtbaren Boden bereitet hat. Vor diesem Hintergrund stellen wir uns der Verantwortung der Aufarbeitung. Dies ist auch Aufgabe in unseren Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen.“
Das Bistum Aachen bietet Begleit- und Beratungsangebote an, die Kirchengemeinden oder Einrichtungen unterstützen beim Prozess des Identifizierens und der theologischen, kunsthistorisch sachkundigen sowie seelsorgerisch sensiblen Aufarbeitung. Sie können wählen zwischen Kurzworkshops von 2 Unterrichtsstunden, (Halb-)Tagesformaten oder mehreren Terminen - wir passen das Format nach Absprache an Ihre Bedarfe an.
*Die Leitlinie ist im Internet verfügbar: https://www.bistum-aachen.de/aktuell/nachrichten/nachricht/katholische-kirche-umgang-mit-antijuedischen-bildwerken/
In Kooperation mit dem Generalvikariat Aachen, Referent für Ökumene und interreligiösen Dialog