Jüdisches Frankfurt - Studientag

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frankfurt
Donnerstag, 1. August 2019 7:15 - 20:00
eintägige Studienfahrt
Im Laufe der Jahrhunderte entwickelt sich Frankfurt zu einem Zentrum jüdischer Gelehrsamkeit mit berühmten Rabbinern, die als Rechtsgelehrte weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt sind.

Die erste urkundliche Erwähnung von Frankfurter Juden geht auf die Mitte des 12. Jahrhunderts zurück. Die Jüdische Gemeinde wird 1241 erstmals Opfer eines Angriffs, 1349 folgt ein weiteres Pogrom. 1462 entsteht außerhalb der Stadtmauer das erste Ghetto in Europa, die Judengasse, die bogenförmig von der heutigen Konstablerwache bis fast zum Main verlaufen ist.1 Davon hat sich im Stadtbild nichts erhalten, lediglich einige Überreste sind im Museum Judengasse integriert. Vier Jahrhunderte lang wird das Ghetto zum einzig geduldeten Wohnort, seine drei Tore bleiben nachts sowie an Sonn- und Feiertagen geschlossen. Neben der räumlichen Abtrennung kommen wirtschaftliche Beschränkungen wie eine rechtliche, soziale und kulturelle Sonderstellung hinzu. Im Verlauf der Besetzung durch französische Revolutionstruppen und das Bombardement der Stadt wird der Nordteil der Judengasse 1796 zerstört. Dieses Ereignis gilt als Auslöser für den jüdischen Emanzipationsprozess

Seit fast 900 Jahren leben nun Juden kontinuierlich in Frankfurt am Main, länger als in jeder anderen Stadt Deutschlands und wirken als Geschäftsleute, Bankiers, Politiker, Mäzene, Künstler sowie Wissenschaftler. 1949, nach der Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten, wird die Jüdische Gemeinde in der Mainmetropole neu gegründet und zählt heute knapp 7.200 Mitglieder, von denen rund die Hälfte aus der früheren Sowjetunion stammt. Mit Berlin, München und Düsseldorf zählt Frankfurt zu den vier großen Jüdischen Gemeinden in der Bundesrepublik Deutschland. Zu den zahlreichen Institutionen zählen zwei Kindergärten, die I.E. Lichtigfeld-Schule im Philanthropin, das Altenzentrum sowie verschiedene Sozialdienste und Angebote für Senioren. Es gibt Gottesdienste sowohl für die liberale als auch die orthodoxe Glaubensrichtung. 

Begleitet wird die Studienfahrt von Mitgliedern des Vorstandes der GCJZ , hier Pfarrer Wolfgang Bußler und Ingrid Beschorner.

 

Kosten:

40,- € Mitglieder Gesellschaft CJZ e. V. MG

50,- € Nichtmitglieder

ermässigter Preise auf Anfrage - bitte sprechen Sie uns an 

Inklusive sind Busfahrt, Führung im jüdischen Viertel und Synagoge , Gespräch in der jüdischen liberalen Gemeinde angefragt, Spenden für den Besuch der Synagoge und anderer Orte, Informationsmaterial - Vorherige Anmeldung ist unbedingt erforderlich.