Bereits in der Pfingstpredigt des Petrus Apg 2,22 f. hören wir den antijüdischen Vorwurf: „Israeliten .. Jesus, den Nazoräer, ... habt ihr durch die Hand von Gesetzlosen ans Kreuz geschlagen und umgebracht.“ Schon zu dieser Zeit hatte sich die Vorstellung von „den Juden“ als „Gottesmörder“ in der christlichen Tradition festgesetzt und wurde durch die Passionsberichte der Evangelien weiter zementiert. Es ist immer wieder wichtig, diese Jahrhunderte währende antijüdische Tradition der christlichen Kirchen kritisch zu hinterfragen. Es gibt Aussagen in den Passionsberichten, die auf den ersten Blick die Aussage des Petrus stützen. Aber es lohnt sich ein zweiter Blick. Diesen wollen wir an diesem Abend auf die Texte werfen und so für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Passionstexten sensibilisieren: in der Liturgie, aber auch in Kunst und Musik.
In Kooperation mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Mönchengladbach e.V.